f
Das älteste Feuerwehr- gerätehaus Bayerns Freiwillige Feuerwehr Arnschwang Segnung am 28. Juli 2013
Chronik FFW Arnschwang 150 Jubiläum 2009 ältestes Feuerwehrgerätehaus Segnung LF20 © Freiwillige Feuerwehr  Arnschwang 2013 - 2018 Erstellt mit MAGIX
In der Ränkamer Straße befindet sich das älteste original erhaltene Feuerwehrgerätehaus in Bayern. Beleg dafür ist ein Schriftstück vom 22.Mai 1863, in  dem das königl. Bezirksamt Cham den dortigen Maurermeister Kraus beauftragte, zum Akkordpreis von 550 Gulden in Arnschwang ein Feuerhaus zu  errichten. Dieses Feuerhaus hat dann 95 Jahre seine Dienste geleistet, bis die Feuerwehr dann 1958 in  das neu gebaute Haus in der Nähe der Fa. Wegscheider umzog. Das alte Häuschen wurde dann  jahrelang durch den Obst- und Gartenbauverein als Lager und als Pressraum genutzt. Unmittelbar im  Anschluss waren der Dorfstadel und die Öffentliche Viehwaage angebaut. Im Rahmen der  Dorferneuerung wurden der Stadel und die Waage abgebaut und der Obst- und Gartenbauverein bezog  sein neues Domizil in der Kirchgasse. Somit wurde das Gebäude dem Verfall preisgegeben. Als ein  Antrag auf Abriss des Gebäudes und Veräußerung des Grundstücks bei der Gemeinde gestellt wurde  entschloss sich die Vorstandschaft der FFW Arnschwang unter dem Vorsitz von Johann Christl, sich für  den Erhalt dieses Gebäudes einzusetzen.  Ebenfalls wurde vereinbart, dass die Sanierungsarbeiten unter der Federführung der FFW Arnschwang  durchgeführt werden. Daraufhin wurde auf Bemühen von Johann Christl das Gebäude unter  Denkmalschutz gestellt. Im Sommer 2010 wurden durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege  die Finanzmittel unter der Bedingung bewilligt, dass die Bauarbeiten noch im Jahre 2010 begonnen  werden. Somit wurde noch im September 2010 das Gebäude abgestützt und anschließend der Dachstuhl  wieder instand gesetzt.   Die Renovierungsarbeiten am alten Feuerwehr- gerätehaus in der Ränkamer Straße wurden im Jahr 2011 fortgeführt, konnten jedoch nicht  abgeschlossen werden. Der Dachstuhl wurde saniert und das Dach neu eingedeckt. Die Risse in den  Wänden und den Gewölbedecken wurden durch eine Fachfirma verpresst und das Mauerwerk statisch in  Stand gesetzt. Als weitere Arbeiten wurden die Fundamente durch ein örtliches Bauunternehmen freigelegt  und verfestigt sowie auf Frosttiefe geführt. Weiter wurde das gesamte Gebäude trockengelegt bzw. drainiert.  Anschließend durch die FFW Arnschwang der geschädigte Putz abgeschlagen und neu verputzt.   Im Jahr 2012 konnten wiederum nicht alle Arbeiten abgeschlossen werden, jedoch das äußere  Erscheinungsbild entspricht schon fast dem Endzustand und ein „optischer Schandfleck“ in unserer Dorfmitte  ist beseitigt. So wurde in diesem Jahr durch eine Baufirma die Gründung freigelegt. Dabei wurde festgestellt,  dass die Fundamente bei der Ausführung im Jahre 1863 nicht bis Frosttiefe geführt wurden. Hier wurde in  Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt das gesamte Gebäude unterfangen und die Frostsicherheit  hergestellt. Anschließend wurden die Fundamente gegen Feuchtigkeit abgedichtet und eine Ringdrainage  erstellt, um die bauliche Substanz langfristig zu schützen. Nach diesen Arbeiten wurde der Putz instand  gesetzt und der Außenbereich um das Gebäude neu gestaltet.  In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt wurde entschieden, die Fenster und das Eingangstor unter Verwendung der alten Beschläge neu zu erstellen.  Mit diesen Arbeiten wurde eine Schreinerei aus dem Gemeindebereich beauftragt. Die Fenster konnten noch  vor Wintereinbruch eingebaut werden, das Tor wurde im Frühjahr 2013 ersetzt. Weiter musste der Putz und  der Boden im Innenbereich im instand gesetzt werden, um die Arbeiten endlich abschließen zu können. Ein  besonderer Dank gilt hier Sylvia und Willi Weißthanner, die uns den Platz für das Gerüst zur Verfügung  gestellt haben und den „Baudreck“ über die gesamte Baustelle in ihrem Garten ertragen haben.   Ein Blick in das Innere zeigt, dass dieser Maurermeister Kraus zu dieser Zeit viele Kapellen gebaut haben  muss. Die Deckengewölbe sind als Kreuzgewölbe ausgeführt, wie es eigentlich, auf Grund der aufwendigen  Arbeit, nur für Kapellen und kleine Kirchen üblich war. Bei den Sanierungsarbeiten wurden noch alte Bretter  aus der Verschalung des Dachüberstandes entdeckt. Diese waren in den Farben der Sattelbogner  gestrichen, wie sie auch auf deren Wappen zu finden waren. Diese Farbgebung wurde wieder aufgegriffen  und nun erstrahlt das neu sanierte Gerätehaus in den Farben Rot, Ocker und Silber bzw. Weiß, was ein Indiz  für die stolze Geschichte Arnschwangs war und wieder ist.  Um weiteren Gerüchten über die Kosten vorzubeugen möchten wir hier einige Zahlen nennen.   Im Jahre 2008 wurde von Matthias Weichs eine Kostenschätzung über die Sanierung des alten FFW-Hauses in der Ränkamer Straße erstellt und an das  Landesdenkmalamt weitergeleitet. Diese Kostenschätzung belief sich auf ein Gesamtvolumen von ca. 65.000 €. Auf Grund dieser Kostenschätzung  wurde durch das Amt im Jahre 2009 bzw. 2010 ein Zuschuss für die Sanierung von pauschal 35.000 €  gewährt.  Diese Summe wurde bereits zu Baubeginn im Jahre 2010 in voller Höhe ausbezahlt, so dass die  Gemeinde nicht in Vorleistung gehen musste. Die Erstellung des Dachstuhls wurde dann hauptsächlich  durch die Mitglieder der Feuerwehr durchgeführt. Lediglich die denkmalgerechte Instandsetzung der  Sparren und Pfetten sowie einige spezielle Arbeiten mussten durch einen Fachmann ausgeführt werden.  Diese Leistungen wurden von der Zimmerei Dimpfl erbracht und zusammen mit dem erforderlichen  Material in Rechnung gestellt. Bei den vielen Arbeitseinsätzen standen uns die Facharbeiter und der Chef  der Zimmerei Dimpfl, Alois Dimpfl jun., unentgeltlich zur Seite, ebenfalls wurde uns die gesamte  Gerätschaft zur Verfügung gestellt. Hier noch unserer Dank an Alois und seinen Mannen. Alle weiteren  Arbeiten wurden an ortsansässige Firmen freihändig vergeben. Eine Zwischenbilanz zeigt nun, dass  sämtliche Arbeiten mit dem Budget von 35.000,00 € abgewickelt werden können und keine weiteren  Eigenleistungen notwendig sind. Hier sei nur noch erwähnt, das die FFW Arnschwang Eigenleistungen in  Höhe von ca. 6.000,00 € erbracht hat. Abschließend möchten wir uns bei der Gemeinde bedanken, die  uns dieses Gebäude nach Abschluss der Arbeiten als Unterstellmöglichkeit für unsere Utensilien kostenlos  zur Verfügung stellt. 
nach oben Startseite Berichte Aktive Einsätze Fahrzeuge Jugend Führung Chronik Mitglied Impressum Kontakt Weblinks ältestes Feuerwehrgerätehaus
Das älteste Feuerwehr- gerätehaus Bayerns Freiwillige Feuerwehr Arnschwang Segnung am 28. Juli 2013
© Freiwillige Feuerwehr  Arnschwang 2013 - 2018 Erstellt mit MAGIX
In der Ränkamer Straße befindet sich das älteste original erhaltene  Feuerwehrgerätehaus in Bayern. Beleg dafür ist ein Schriftstück vom  22.Mai 1863, in dem das königl. Bezirksamt Cham den dortigen  Maurermeister Kraus beauftragte, zum Akkordpreis von 550 Gulden in  Arnschwang ein Feuerhaus zu errichten. Dieses Feuerhaus hat dann  95 Jahre seine Dienste geleistet, bis die  Feuerwehr dann 1958 in das neu gebaute  Haus in der Nähe der Fa. Wegscheider  umzog. Das alte Häuschen wurde dann  jahrelang durch den Obst- und  Gartenbauverein als Lager und als  Pressraum genutzt. Unmittelbar im  Anschluss waren der Dorfstadel und die  Öffentliche Viehwaage angebaut. Im  Rahmen der Dorferneuerung wurden der  Stadel und die Waage abgebaut und der Obst- und Gartenbauverein  bezog sein neues Domizil in der Kirchgasse. Somit wurde das  Gebäude dem Verfall preisgegeben. Als ein Antrag auf Abriss des  Gebäudes und Veräußerung des Grundstücks bei der Gemeinde  gestellt wurde entschloss sich die Vorstandschaft der FFW  Arnschwang unter dem Vorsitz von Johann Christl, sich für den Erhalt  dieses Gebäudes einzusetzen.  Ebenfalls wurde vereinbart, dass die  Sanierungsarbeiten unter der  Federführung der FFW Arnschwang  durchgeführt werden. Daraufhin wurde auf  Bemühen von Johann Christl das  Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.  Im Sommer 2010 wurden durch das  Bayerische Landesamt für Denkmalpflege  die Finanzmittel unter der Bedingung  bewilligt, dass die Bauarbeiten noch im  Jahre 2010 begonnen werden. Somit wurde noch im September 2010  das Gebäude abgestützt und anschließend der Dachstuhl wieder  instand gesetzt.   Die Renovierungsarbeiten am alten  Feuerwehr- gerätehaus in der Ränkamer  Straße wurden im Jahr 2011 fortgeführt,  konnten jedoch nicht abgeschlossen  werden. Der Dachstuhl wurde saniert und  das Dach neu eingedeckt. Die Risse in  den Wänden und den Gewölbedecken  wurden durch eine Fachfirma verpresst  und das Mauerwerk statisch in Stand  gesetzt. Als weitere Arbeiten wurden die  Fundamente durch ein örtliches Bauunternehmen freigelegt und  verfestigt sowie auf Frosttiefe geführt. Weiter wurde das gesamte  Gebäude trockengelegt bzw. drainiert. Anschließend durch die FFW  Arnschwang der geschädigte Putz abgeschlagen und neu verputzt.   Im Jahr 2012 konnten wiederum nicht alle Arbeiten abgeschlossen  werden, jedoch das äußere Erscheinungsbild entspricht schon fast  dem Endzustand und ein „optischer Schandfleck“ in unserer Dorfmitte  ist beseitigt. So wurde in diesem Jahr durch eine Baufirma die  Gründung freigelegt. Dabei wurde festgestellt, dass die Fundamente  bei der Ausführung im Jahre 1863 nicht bis Frosttiefe geführt wurden.  Hier wurde in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt das gesamte  Gebäude unterfangen und die Frostsicherheit hergestellt.  Anschließend wurden die Fundamente gegen Feuchtigkeit abgedichtet  und eine Ringdrainage erstellt, um die bauliche Substanz langfristig zu  schützen. Nach diesen Arbeiten wurde der Putz instand gesetzt und  der Außenbereich um das Gebäude neu gestaltet.  In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt  wurde entschieden, die Fenster und das  Eingangstor unter Verwendung der alten  Beschläge neu zu erstellen. Mit diesen  Arbeiten wurde eine Schreinerei aus dem  Gemeindebereich beauftragt. Die Fenster  konnten noch vor Wintereinbruch  eingebaut werden, das Tor wurde im  Frühjahr 2013 ersetzt. Weiter musste der  Putz und der Boden im Innenbereich im  instand gesetzt werden, um die Arbeiten endlich abschließen zu  können. Ein besonderer Dank gilt hier Sylvia und Willi Weißthanner,  die uns den Platz für das Gerüst zur Verfügung gestellt haben und den  „Baudreck“ über die gesamte Baustelle in ihrem Garten ertragen  haben.   Ein Blick in das Innere zeigt, dass dieser Maurermeister Kraus zu  dieser Zeit viele Kapellen gebaut haben muss. Die Deckengewölbe  sind als Kreuzgewölbe ausgeführt, wie es eigentlich, auf Grund der  aufwendigen Arbeit, nur für Kapellen und kleine Kirchen üblich war.  Bei den Sanierungsarbeiten wurden noch alte Bretter aus der  Verschalung des Dachüberstandes entdeckt. Diese waren in den  Farben der Sattelbogner gestrichen, wie sie auch auf deren Wappen  zu finden waren. Diese Farbgebung wurde wieder aufgegriffen und  nun erstrahlt das neu sanierte Gerätehaus in den Farben Rot, Ocker  und Silber bzw. Weiß, was ein Indiz für die stolze Geschichte  Arnschwangs war und wieder ist.  Um weiteren Gerüchten über die Kosten vorzubeugen möchten wir  hier einige Zahlen nennen.   Im Jahre 2008 wurde von Matthias Weichs eine Kostenschätzung über  die Sanierung des alten FFW-Hauses in der Ränkamer Straße erstellt  und an das Landesdenkmalamt weitergeleitet. Diese Kostenschätzung  belief sich auf ein Gesamtvolumen von ca. 65.000 €. Auf Grund dieser  Kostenschätzung wurde durch das Amt im Jahre 2009 bzw. 2010 ein  Zuschuss für die Sanierung von pauschal 35.000 € gewährt.  Diese Summe wurde bereits zu Baubeginn im Jahre 2010 in voller  Höhe ausbezahlt, so dass die Gemeinde nicht in Vorleistung gehen  musste. Die Erstellung des Dachstuhls wurde dann hauptsächlich  durch die Mitglieder der Feuerwehr durchgeführt. Lediglich die  denkmalgerechte Instandsetzung der Sparren und Pfetten sowie  einige spezielle Arbeiten mussten durch einen Fachmann ausgeführt  werden. Diese Leistungen wurden von der Zimmerei Dimpfl erbracht  und zusammen mit dem erforderlichen Material in Rechnung gestellt.  Bei den vielen Arbeitseinsätzen standen uns die Facharbeiter und der  Chef der Zimmerei Dimpfl, Alois Dimpfl jun., unentgeltlich zur Seite,  ebenfalls wurde uns die gesamte Gerätschaft zur Verfügung gestellt.  Hier noch unserer Dank an Alois und seinen Mannen. Alle weiteren  Arbeiten wurden an ortsansässige Firmen freihändig vergeben. Eine  Zwischenbilanz zeigt nun, dass sämtliche Arbeiten mit dem Budget  von 35.000,00 € abgewickelt werden können und keine weiteren  Eigenleistungen notwendig sind. Hier sei nur noch erwähnt, das die  FFW Arnschwang Eigenleistungen in Höhe von ca. 6.000,00 €  erbracht hat. Abschließend möchten wir uns bei der Gemeinde  bedanken, die uns dieses Gebäude nach Abschluss der Arbeiten als  Unterstellmöglichkeit für unsere Utensilien kostenlos zur Verfügung  stellt. 
Seitenmenü Chronik FFW Arnschwang 150 Jubiläum 2009 ältestes Feuerwehrgerätehaus Segnung LF20 nach oben ältestes Feuerwehrgerätehaus