Quelle: Festschriften der FFW Arnschwang
Chronik FFW Arnschwang 150 Jubiläum 2009 ältestes Feuerwehrgerätehaus Segnung LF20 © Freiwillige Feuerwehr  Arnschwang 2013 - 2018 Erstellt mit MAGIX
1855 - 1856 Feuerlöschmaschine Marie 1856 Im Jahre 1855 hat die Gemeindeverwaltung Arnschwang einen Akt über den Kauf einer Feuerlöschmaschine angelegt. Der Kauf  dieser Maschine scheint den Magistrat von Arnschwang aufs intensivste beschäftigt zu haben. Auszüge aus den Protokollen der  Gemeinderatssitzungen wiesen immer wieder auf den Kauf dieser Spritze hin.  1856 wurde dann der Beschluss zum Ankauf der  Feuerlöschmaschine gefasst. Die Spritze kostete den stolzen Preis von 900 Gulden. 1856 wurde die erste Saug- und Druckspritze  Nr. A1/30, bezeichnet Marie, angeschafft. Als erster Spritzenmeister wurde der Schmiedemeister Michael Heumann bestellt. Diese  alte Handspritze tat 90 Jahre ihren Dienst. 1942 wurde endlich eine neue Motorspritze angekauft.  29.09.1858 Feuerkatastrophe 1858 Am Michaelitag, den 29. September 1858, wurde die Hälfte des Dorfes Arnschwang ein Raub  der Flammen. Im Anwesen des heutigen Besitzers Fritz Bauer in der Totengasse begann der  Brandherd und pflanzte sich in Windeseile fort. Die Häuser 45-50, 56-61, 64-71, 76-80 und   82-91, insgesamt 34 Häuser des Dorfes südlich der Hauptstraße, wurden dem Erdboden  gleichgemacht. Die Brandleider standen damals vor dem Nichts, da die gesamten  eingebrachten Erntevorräte vernichtet wurden. Die alte Schulchronik sagt, dass noch einige  Jahre am Wiederaufbau Arnschwangs gearbeitet werden musste und dass zur Zeit des  Eisenbahnbaues 1863 noch viele Arbeiter aus nah und fern Arnschwang bevölkerten und  zugleich am Wiederaufbau des Dorfes und zur Sturmschädenbeseitigung nach einer  Unwetterkatastrophe eingesetzt waren.  1863 - 1978 Feuerwehrhaus Mit einem Schriftstück vom 22. Mai 1863 hat das königl. Bezirksamt Cham den dortigen Maurermeister Kraus beauftragt, zum  Akkordpreis von 550 Gulden in Arnschwang ein Feuerhaus zu errichten. Dieses Feuerhaus hat 95 Jahre seine Dienste geleistet.   Aus den Gemeinderatsniederschriften geht hervor, dass sich die Gemeindeväter 1954 zum ersten Mal mit einem Neubau des  Feuerwehrgerätehauses befassten. Nachdem die räumlichen Verhältnisse im alten Spritzenhaus aber immer untragbarer wurden,  stellte die Freiwillige Feuerwehr Arnschwang am 22. Oktober 1955 einen Antrag zur Erstellung eines neuen  Feuerwehrgerätehauses. Nachdem beim alten Spritzenhaus nicht genügend Fläche zur Verfügung stand, entschloss man sich,  das gemeindeeigene Areal auf der Westseite des Hütweihers zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen im April 1958, bereits am 31.  Mai 1958 feierte man Richtfest. Bis auf wenige Maler- und Streicharbeiten konnte der Bau bereits im Dezember 1958  abgeschlossen werden. 1959 wurde zum 100jährigen Gründungsfest am Hütweiher ein neues Feuerhaus seiner Bestimmung  übergeben. Die Kosten für das Gebäude betrugen damals 24.000 DM.  Mitte der 60er Jahre wurde von den Gemeindevätern der Bau eines neuen Gemeindehauses ins Auge gefasst. Unter Leitung von  Bürgermeister Christl genehmigte der Gemeinderat am 24. September 1971 endlich den Bau des Gemeindezentrums mit einem  neuen Feuerwehrgerätehaus. Das Konzept musste allerdings nochmals verändert werden. Erst 1972 lag der endgültige Plan vor.  Die Bauarbeiten verliefen zügig. Bereits im Dezember 1973 konnte das Gebäude bezogen werden. Im neuen Gerätehaus wurden  zwei Stellplätze vorgesehen, so dass bereits 1978 ein neues Tanklöschfahrzeug mit schwerem Atemschutz angeschafft werden  konnte. Dieser Kauf wurde zum Anlass genommen, eine würdige Einweihungsfeier für das Feuerwehrgerätehaus nachzuholen. Am  15. August 1978 wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit das Gebäude mit dem neuen Tanklöschfahrzeug von Pfarrer  Holzinger gesegnet und durch Bürgermeister Christl in Betrieb genommen.  1871 - 1962 Fahnenweihen Im Jahre 1871 wurde die erste Vereinsfahne geweiht. Diese Fahne wird heute noch bei besonderen Anlässen mitgeführt. Im Jahre  1909 wurde dann die derzeitige Fahne geweiht. Diese Fahne wurde 1962 überarbeitet und renoviert und neu geweiht. Die neue  Fahne, deren Weihe unter den Patronat der Fahnenmutter Liselotte Hierstetter steht, zeigt auf der einen Seite die Pfarrkirche St.  Martin, auf er anderen Seite den Regensburger Florian mit dem Kirchlein Faustendorf, dem Wohnort der Fahnenmutter.  1893-1957 Großbrände 1893 - 1957 1893 brannte der “Häusl Girgl” und der “Hüt Gang” nieder, 1905 traf es das Anwesen Ochsenmeier (Nößwartlinger Straße), am  03.06.1910 das Anwesen Landsmann, 1912 die Wöhrmühle, 1913 das Anwesen Wagner, Warmleiten, 1931 erneut die Wöhrmühle,  1932 das Anwesen Wallner, am 12.10.1940 Xaver Hausladen, am 10.11.1949 das Anwesen Alois Plötz (Annerwölfl), im Oktober  1953 die Eichmühle und am 04.10.1957 heulte die Feuersirene schon in den frühen Morgenstunden durch den Ort und kündete  den letzen Großbrand mitten im Dorf, der die Scheunen des Anton Kolbeck und Hans Christl, sowie die Schreinerwerkstätte Anton  Scheubeck und einen Schuppen des Ludwig Ochsenmeier vollkommen dem Erdboden gleich machten.  1951 - 1978 Feuerwehrfahrzeug Im Jahr 1951 wurde ein alter Wehrmachtskübelwagen (Rotkreuzwagen) als Feuerwehrauto erstanden, was zur damaligen Zeit ein  großer Fortschritt war. 1963 ersetzte ein neuer Magirus LF 8 das alte Wehrmachtsauto. Im Jahre 1978 entschieden sich die  Gemeinderäte auf Drängen der Feuerwehr zum Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges Marke Mercedes/Metz, ein Fahrzeug, das dem  neuesten Standard entsprach und der Bedeutung einer Stützpunktfeuerwehr gerecht wurde. Das Fahrzeug ist auch mit schwerem  Atemschutz ausgerüstet.  04.07. - 05.07.1959 100-jähriges Gründungsfest mit Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses  Die Freiwillige Feuerwehr Arnschwang konnte vom 04.-05. Juli 1959 unter der Schirmherrschaft des MdL Eiber das Fest des  100jährigen Bestehens feiern. Anlässlich dieser Feier wurde das neue Gerätehaus geweiht und seiner Bestimmung übergeben.  Festprogramm: Samstag Standkonzert und Aufstellung des Festbaumes, Zapfenstreich mit Fackelzug. Anschließend  kameradschaftliches Beisammensein im Vereinslokal. Sonntag: Weckruf, Empfang der ankommenden Wehren und Vereine.  Aufstellung zum Kirchenzug in der Bahnhofstraße, Festgottesdienst mit Weihe des neuen Gerätehauses, Heldenehrung beim  Kriegerdenkmal, Festakt mit Erinnerungsbänderverteilung; anschl. kameradschaftliches Beisammensein in den Lokalen; abends  Tanz im Christl-Saal.  19.05. - 20.05.1962 Fahnen- und Feuerspritzenweihe An die 60 Vereine hatten sich zur Fahnen- und Spritzenweihe in Arnschwang eingefunden. Am Samstag war dem Fest schon eine  ansehnliche Vorfeier vorausgegangen. Herkömmlicherweise hatte man auf dem Dorfplatz einen Festbaum aufgerichtet, es gab  Standkonzerte und kameradschaftliches Beisammensein der Feuerwehrmitglieder, abends dann einen Fackelzug mit  Heldengedenken am Kriegerdenkmal und anschließend dann eine Ehrung langjähriger und verdienter Feuerwehrmänner. Laufend  trafen am Sonntagmorgen die Vereine in Arnschwang ein, formierten sich in der Hauptstraße zum Kirchenzug, voran eine  Reitergruppe, zwei Kutschen mit der Fahnenmutter Resi Baumgartner und den verdienten alten Mitgliedern und die Vielzahl der  Vereine mit Fahnen, Ehrenjungfrauen und Feuerwehrmännern. Die stattliche  Arnschwanger Kirche konnte die Zahl der Menschen gar nicht fassen. Pfarrer  Retzer hielt den Festgottesdienst und die Festpredigt. Er stellte sie unter das alte  Feuerwehrleitwort “Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr”. In einer Zeit, da die  Menschen nur den eigenen Wohlstand leben, findet man wenig Interesse für die  Allgemeinheit. Desto erfreulicher sei es, immer wieder in der Feuerwehr eine  große Gemeinschaft von Männern zu finden, die auch für das Wohl der Nächsten  besorgt sind. Er rief ihnen zu, dieser Gemeinschaft die Treue zu halten. Maschinen  kann man kaufen, doch sie alleine können nicht die Katastrophen bannen, es  bedarf des persönlichen Einsatzes beherzter Männer für die Gemeinschaft, für den  Nächsten. Auf der alten wie auch auf der neuen Fahne sei deshalb wieder der  Hinweis zu finden, Gott zu ehren und dem Nächsten zu helfen.  Nach dem Gottesdienst ging der Festzug durch die Dorfstraßen bis zum Dorfplatz,  wo Pfarrer Retzer die kirchliche Weihe der neuen Motorspritze, einer TS 8  vornahm, die die Gemeinde vor einiger Zeit erworben hat. Er wies auch darauf hin, dass es sich um die dritte Spritze der  Arnschwanger Feuerwehr handle.  22.05. - 25.06.1984 125-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe Bereits in der Woche vor dem Fest wird auf dem Dorfplatz ein 30 Meter hoher Festbaum, den Peter Mühlbauer gestiftet hat,  errichtet. Dieser Baum soll fünf Jahre stehen bleiben und er wird die Zunft- und Vereinsfahnen des heimischen Handwerks und der  Arnschwanger Vereine tragen. Festablauf: Nach dem offiziellen Auftakt am Freitag wurden die Festaktivitäten am  Samstagnachmittag mit dem Einholen des Patenvereins FFW Nößwartling, Schirmherrn Herrmann Daiser, Fahnenmutter Liselotte  Hierstetter, der Ehrenfahnenmutter Resi Baumgartner, Fahnenbraut Christa Ochsenmeier, Patenbraut Martina Pfeilschifter und der  Festdamen fortgesetzt. Am Abend marschierte der Festzug zum Kriegerdenkmal, um gemeinsam der verstorbenen Kameraden zu  gedenken. Anschließend begrüßte Festleiter Raimund Mühlbauer die Festgäste, ganz besonders den Patenverein Nößwartling mit  der Fahnenmutter Gertrud Jobst, Patenbraut Gabi Mückl, Ehrenmutter Therese Irlbeck. Im Verlauf des gemütlichen  Beisammenseins wurde eine Reihe von Mitgliedern für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt und ausgezeichnet. Am Sonntag  fand der Gottesdienst vor dem Gemeindehaus statt, wo die neue Fahne durch Pfarrer Josef Holzinger ihre kirchliche Weihe erhielt.  Am Nachmittag erlebten die Zuschauer einen farbenprächtigen Festzug mit 75 Vereinen und Musikkapellen durch die Straßen der  festlich geschmückten Gemeinde.   14.06. - 17.06.2002 Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Chamer Straße mit Segnung der restaurierten Fahne und des Gedenksteines Im September 1998 begannen die ersten Baumaßnahmen für das neue  Feuerwehrgerätehaus an der Chamer Straße. Die Grundsteinlegung erfolgte am 01.06.1999  und bereits am 17.07.1999 konnte der Richtspruch gesprochen werden und das  Richtbäumchen grüßte vom Dachstuhl des Gerätehauses. In den darauf folgenden zwei  Jahren wurden viele Eigenleistungen durch die Gemeindebürger am Neubau erbracht. Nach  3,5 Jahren Bauzeit war es am 29.09.2001 dann endlich soweit, dem Auszug aus dem alten und  gleichzeitigen Einzug ins neue Feuerwehrgerätehaus stand nichts mehr im Weg.  Im Zuge des Feuerwehrgerätehaus-Neubaus entschied sich die Vorstandschaft der FFW  Arnschwang dafür, einen Gedenkstein für die verstorbenen Kameraden zu erstellen. Der Stein  wurde von Fam. Josef Schönberger,  Faustendorf, zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einen alten Grabstein, der über  200 Jahre alt ist und auf dem Friedhof in Arnschwang stand. Er wurde vom Urururgroßvater  unseres Gerätewartes Josef Schönberger angeschafft. Das Kreuz, dass aus den Jahren 1880 bis 1890 stammt, wurde von  Malermeister Gerhard Decker, Faustendorf, restauriert und von diesem kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu wurde von  Steinmetz Walter Mühlbauer aus Furth im Wald ein Stein mit der Inschrift „Den verstorbenen Kameraden der FFW Arnschwang  zum Gedenken“ angefertigt und von Malermeister Gerhard Decker entsprechend vergoldet.  24.07.2005 Neuanschaffung Versorgungs-LKW Der neue LKW de Fa. MAN, Aufbau von der Firma Furtner & Ammer in Landau/Isar, wurde  Anfang Juli 2005 an die FFW Arnschwang ausgeliefert. Gerade noch rechtzeitig, damit die  Segnung des neuen Fahrzeuges am 24. Juli 2005 stattfinden konnte. Mit dem Einholen des  Schirmherrn Dr. Andreas Korschofsky und des Ehrenschirmherrn und Ehrenkommandanten  Alois Christl begannen die Feierlichkeiten. Nach der Segnung des Versorgungs-LKW wurde  vom 1. Vorsitzenden der FFW Arnschwang Johann Christl und 1. Bürgermeister Josef  Mühlbauer die Schenkungsurkunden und Schenkungsvertrag öffentlich unterzeichnet und somit  die offizielle Übergabe an die Gemeinde vollzogen.  12.06. - 15.06.2009 150 Jubiläum 28.07.2013 Segnung des ältesten Feuerwehrgerätehauses Bayerns 26.07. - 27.07.2014 Segnung neues Löschfahrzeug LF 20
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1855  - 1856  Feuerlöschmaschine Marie 1856  Im Jahre 1855 hat die Gemeindeverwaltung Arnschwang einen Akt  über den Kauf einer Feuerlöschmaschine angelegt. Der Kauf dieser  Maschine scheint den Magistrat von Arnschwang aufs intensivste  beschäftigt zu haben. Auszüge aus den Protokollen der  Gemeinderatssitzungen wiesen immer wieder auf den Kauf dieser  Spritze hin.  1856 wurde dann der Beschluss zum Ankauf der  Feuerlöschmaschine gefasst. Die Spritze kostete den stolzen Preis  von 900 Gulden. 1856 wurde die erste Saug- und Druckspritze Nr.  A1/30, bezeichnet Marie, angeschafft. Als erster Spritzenmeister  wurde der Schmiedemeister Michael Heumann bestellt. Diese alte  Handspritze tat 90 Jahre ihren Dienst. 1942 wurde endlich eine neue  Motorspritze angekauft.  29.09.1858  Feuerkatastrophe 1858  Am Michaelitag, den 29.  September 1858, wurde die  Hälfte des Dorfes Arnschwang  ein Raub der Flammen. Im  Anwesen des heutigen Besitzers  Fritz Bauer in der Totengasse  begann der Brandherd und  pflanzte sich in Windeseile fort.  Die Häuser 45-50, 56-61, 64-71,  76-80 und 82-91, insgesamt 34  Häuser des Dorfes südlich der  Hauptstraße, wurden dem  Erdboden gleichgemacht. Die Brandleider standen damals vor dem  Nichts, da die gesamten eingebrachten Erntevorräte vernichtet  wurden. Die alte Schulchronik sagt, dass noch einige Jahre am  Wiederaufbau Arnschwangs gearbeitet werden musste und dass zur  Zeit des Eisenbahnbaues 1863 noch viele Arbeiter aus nah und fern  Arnschwang bevölkerten und zugleich am Wiederaufbau des Dorfes  und zur Sturmschädenbeseitigung nach einer Unwetterkatastrophe  eingesetzt waren.  1863 - 1978  Feuerwehrhaus Mit einem Schriftstück vom 22. Mai 1863 hat das königl. Bezirksamt  Cham den dortigen Maurermeister Kraus beauftragt, zum Akkordpreis  von 550 Gulden in Arnschwang ein Feuerhaus zu errichten. Dieses  Feuerhaus hat 95 Jahre seine Dienste geleistet.   Aus den Gemeinderatsniederschriften geht hervor, dass sich die  Gemeindeväter 1954 zum ersten Mal mit einem Neubau des  Feuerwehrgerätehauses befassten. Nachdem die räumlichen  Verhältnisse im alten Spritzenhaus aber immer untragbarer wurden,  stellte die Freiwillige Feuerwehr Arnschwang am 22. Oktober 1955  einen Antrag zur Erstellung eines neuen Feuerwehrgerätehauses.  Nachdem beim alten Spritzenhaus nicht genügend Fläche zur  Verfügung stand, entschloss man sich, das gemeindeeigene Areal auf  der Westseite des Hütweihers zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen  im April 1958, bereits am 31. Mai 1958 feierte man Richtfest. Bis auf  wenige Maler- und Streicharbeiten konnte der Bau bereits im  Dezember 1958 abgeschlossen werden. 1959 wurde zum 100jährigen  Gründungsfest am Hütweiher ein neues Feuerhaus seiner  Bestimmung übergeben. Die Kosten für das Gebäude betrugen  damals 24.000 DM.  Mitte der 60er Jahre wurde von den Gemeindevätern der Bau eines  neuen Gemeindehauses ins Auge gefasst. Unter Leitung von  Bürgermeister Christl genehmigte der Gemeinderat am 24. September  1971 endlich den Bau des Gemeindezentrums mit einem neuen  Feuerwehrgerätehaus. Das Konzept musste allerdings nochmals  verändert werden. Erst 1972 lag der endgültige Plan vor. Die  Bauarbeiten verliefen zügig. Bereits im Dezember 1973 konnte das  Gebäude bezogen werden. Im neuen Gerätehaus wurden zwei  Stellplätze vorgesehen, so dass bereits 1978 ein neues  Tanklöschfahrzeug mit schwerem Atemschutz angeschafft werden  konnte. Dieser Kauf wurde zum Anlass genommen, eine würdige  Einweihungsfeier für das Feuerwehrgerätehaus nachzuholen. Am 15.  August 1978 wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit das  Gebäude mit dem neuen Tanklöschfahrzeug von Pfarrer Holzinger  gesegnet und durch Bürgermeister Christl in Betrieb genommen.  1871 - 1962  Fahnenweihen  Im Jahre 1871 wurde die erste Vereinsfahne geweiht. Diese Fahne  wird heute noch bei besonderen Anlässen mitgeführt. Im Jahre 1909  wurde dann die derzeitige Fahne geweiht. Diese Fahne wurde 1962  überarbeitet und renoviert und neu geweiht. Die neue Fahne, deren  Weihe unter den Patronat der Fahnenmutter Liselotte Hierstetter steht,  zeigt auf der einen Seite die Pfarrkirche St. Martin, auf er anderen  Seite den Regensburger Florian mit dem Kirchlein Faustendorf, dem  Wohnort der Fahnenmutter.  1893-1957  Großbrände 1893 - 1957  1893 brannte der “Häusl Girgl” und der “Hüt Gang” nieder, 1905 traf es  das Anwesen Ochsenmeier (Nößwartlinger Straße), am 03.06.1910  das Anwesen Landsmann, 1912 die Wöhrmühle, 1913 das Anwesen  Wagner, Warmleiten, 1931 erneut die Wöhrmühle, 1932 das Anwesen  Wallner, am 12.10.1940 Xaver Hausladen, am 10.11.1949 das  Anwesen Alois Plötz (Annerwölfl), im Oktober 1953 die Eichmühle und  am 04.10.1957 heulte die Feuersirene schon in den frühen  Morgenstunden durch den Ort und kündete den letzen Großbrand  mitten im Dorf, der die Scheunen des Anton Kolbeck und Hans Christl,  sowie die Schreinerwerkstätte Anton Scheubeck und einen Schuppen  des Ludwig Ochsenmeier vollkommen dem Erdboden gleich machten.  1951 - 1978  Feuerwehrfahrzeug Im Jahr 1951 wurde ein alter Wehrmachtskübelwagen  (Rotkreuzwagen) als Feuerwehrauto erstanden, was zur damaligen  Zeit ein großer Fortschritt war. 1963 ersetzte ein neuer Magirus LF 8  das alte Wehrmachtsauto. Im Jahre 1978 entschieden sich die  Gemeinderäte auf Drängen der Feuerwehr zum Ankauf eines  Tanklöschfahrzeuges Marke Mercedes/Metz, ein Fahrzeug, das dem  neuesten Standard entsprach und der Bedeutung einer  Stützpunktfeuerwehr gerecht wurde. Das Fahrzeug ist auch mit  schwerem Atemschutz ausgerüstet.  04.07. - 05.07.1959  100-jähriges Gründungsfest mit   Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses   Die Freiwillige Feuerwehr Arnschwang konnte vom 04.-05. Juli 1959  unter der Schirmherrschaft des MdL Eiber das Fest des 100jährigen  Bestehens feiern. Anlässlich dieser Feier wurde das neue Gerätehaus  geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Festprogramm: Samstag  Standkonzert und Aufstellung des Festbaumes, Zapfenstreich mit  Fackelzug. Anschließend kameradschaftliches Beisammensein im  Vereinslokal. Sonntag: Weckruf, Empfang der ankommenden Wehren  und Vereine. Aufstellung zum Kirchenzug in der Bahnhofstraße,  Festgottesdienst mit Weihe des neuen Gerätehauses, Heldenehrung  beim Kriegerdenkmal, Festakt mit Erinnerungsbänderverteilung;  anschl. kameradschaftliches Beisammensein in den Lokalen; abends  Tanz im Christl-Saal.  19.05. - 20.05.1962  Fahnen- und Feuerspritzenweihe  An die 60 Vereine hatten  sich zur Fahnen- und  Spritzenweihe in  Arnschwang  eingefunden. Am  Samstag war dem Fest  schon eine ansehnliche  Vorfeier  vorausgegangen.  Herkömmlicherweise  hatte man auf dem  Dorfplatz einen  Festbaum aufgerichtet,  es gab Standkonzerte und kameradschaftliches Beisammensein der  Feuerwehrmitglieder, abends dann einen Fackelzug mit  Heldengedenken am Kriegerdenkmal und anschließend dann eine  Ehrung langjähriger und verdienter Feuerwehrmänner. Laufend trafen  am Sonntagmorgen die Vereine in Arnschwang ein, formierten sich in  der Hauptstraße zum Kirchenzug, voran eine Reitergruppe, zwei  Kutschen mit der Fahnenmutter Resi Baumgartner und den verdienten  alten Mitgliedern und die Vielzahl der Vereine mit Fahnen,  Ehrenjungfrauen und Feuerwehrmännern. Die stattliche Arnschwanger  Kirche konnte die Zahl der Menschen gar nicht fassen. Pfarrer Retzer  hielt den Festgottesdienst und die Festpredigt. Er stellte sie unter das  alte Feuerwehrleitwort “Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr”. In  einer Zeit, da die Menschen nur den eigenen Wohlstand leben, findet  man wenig Interesse für die Allgemeinheit. Desto erfreulicher sei es,  immer wieder in der Feuerwehr eine große Gemeinschaft von  Männern zu finden, die auch für das Wohl der Nächsten besorgt sind.  Er rief ihnen zu, dieser Gemeinschaft die Treue zu halten. Maschinen  kann man kaufen, doch sie alleine können nicht die Katastrophen  bannen, es bedarf des persönlichen Einsatzes beherzter Männer für  die Gemeinschaft, für den Nächsten. Auf der alten wie auch auf der  neuen Fahne sei deshalb wieder der Hinweis zu finden, Gott zu ehren  und dem Nächsten zu helfen.  Nach dem Gottesdienst ging der Festzug durch die Dorfstraßen bis  zum Dorfplatz, wo Pfarrer Retzer die kirchliche Weihe der neuen  Motorspritze, einer TS 8 vornahm, die die Gemeinde vor einiger Zeit  erworben hat. Er wies auch darauf hin, dass es sich um die dritte  Spritze der Arnschwanger Feuerwehr handle.  22.05. - 25.06.1984  125-jährige Gründungsfest mit  Fahnenweihe Bereits in der Woche vor dem Fest wird auf dem Dorfplatz ein 30  Meter hoher Festbaum, den Peter Mühlbauer gestiftet hat, errichtet.  Dieser Baum soll fünf Jahre stehen bleiben und er wird die Zunft- und  Vereinsfahnen des heimischen Handwerks und der Arnschwanger  Vereine tragen. Festablauf: Nach dem offiziellen Auftakt am Freitag  wurden die Festaktivitäten am Samstagnachmittag mit dem Einholen  des Patenvereins FFW Nößwartling, Schirmherrn Herrmann Daiser,  Fahnenmutter Liselotte Hierstetter, der Ehrenfahnenmutter Resi  Baumgartner, Fahnenbraut Christa Ochsenmeier, Patenbraut Martina  Pfeilschifter und der Festdamen fortgesetzt. Am Abend marschierte der  Festzug zum Kriegerdenkmal, um gemeinsam der verstorbenen  Kameraden zu gedenken. Anschließend begrüßte Festleiter Raimund  Mühlbauer die Festgäste, ganz besonders den Patenverein  Nößwartling mit der Fahnenmutter Gertrud Jobst, Patenbraut Gabi  Mückl, Ehrenmutter Therese Irlbeck. Im Verlauf des gemütlichen  Beisammenseins wurde eine Reihe von Mitgliedern für langjährige  Vereinszugehörigkeit geehrt und ausgezeichnet. Am Sonntag fand der  Gottesdienst vor dem Gemeindehaus statt, wo die neue Fahne durch  Pfarrer Josef Holzinger ihre kirchliche Weihe erhielt. Am Nachmittag  erlebten die Zuschauer einen farbenprächtigen Festzug mit 75  Vereinen und Musikkapellen durch die Straßen der festlich  geschmückten Gemeinde.   14.06. - 17.06.2002 Einweihung des neuen Feuerwehrgeräte- hauses in der Chamer Straße mit Segnung der restaurierten Fahne und des Gedenksteines Im September 1998 begannen die  ersten Baumaßnahmen für das  neue Feuerwehrgerätehaus an der  Chamer Straße. Die  Grundsteinlegung erfolgte am  01.06.1999 und bereits am  17.07.1999 konnte der Richtspruch  gesprochen werden und das  Richtbäumchen grüßte vom  Dachstuhl des Gerätehauses. In  den darauf folgenden zwei Jahren  wurden viele Eigenleistungen durch die Gemeindebürger am Neubau  erbracht. Nach 3,5 Jahren Bauzeit war es am 29.09.2001 dann endlich  soweit, dem Auszug aus dem alten und gleichzeitigen Einzug ins neue  Feuerwehrgerätehaus stand nichts mehr im Weg. Im Zuge des Feuerwehrgerätehaus-Neubaus entschied sich die  Vorstandschaft der FFW Arnschwang dafür, einen Gedenkstein für die  verstorbenen Kameraden zu erstellen. Der Stein wurde von Fam.  Josef Schönberger,Faustendorf, zur Verfügung gestellt. Dabei handelt  es sich um einen alten Grabstein, der über 200 Jahre alt ist und auf  dem Friedhof in Arnschwang stand. Er wurde vom Urururgroßvater  unseres Gerätewartes Josef Schönberger angeschafft. Das Kreuz,  dass aus den Jahren 1880 bis 1890 stammt, wurde von Malermeister  Gerhard Decker, Faustendorf, restauriert und von diesem kostenlos  zur Verfügung gestellt. Dazu wurde von Steinmetz Walter Mühlbauer  aus Furth im Wald ein Stein mit der Inschrift „Den verstorbenen  Kameraden der FFW Arnschwang zum Gedenken“ angefertigt und von  Malermeister Gerhard Decker entsprechend vergoldet.  24.07.2005 Neuanschaffung Versorgungs-LKW Der neue LKW de Fa. MAN, Aufbau  von der Firma Furtner & Ammer in  Landau/Isar, wurde Anfang Juli 2005  an die FFW Arnschwang  ausgeliefert. Gerade noch  rechtzeitig, damit die Segnung des  neuen Fahrzeuges am 24. Juli 2005  stattfinden konnte. Mit dem Einholen  des Schirmherrn Dr. Andreas  Korschofsky und des  Ehrenschirmherrn und Ehrenkommandanten Alois Christl begannen  die Feierlichkeiten. Nach der Segnung des Versorgungs-LKW wurde  vom 1. Vorsitzenden der FFW Arnschwang Johann Christl und 1.  Bürgermeister Josef Mühlbauer die Schenkungsurkunden und  Schenkungsvertrag öffentlich unterzeichnet und somit die offizielle  Übergabe an die Gemeinde vollzogen.  12.06. - 15.06.2009 150 Jubiläum 28.07.2013 Segnung des ältesten Feuerwehrgeräte- hauses Bayerns 26.07. - 27.07.2014 Segnung neues Löschfahrzeug LF 20
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